Herzlich Willkommen bei Every Nation Nürnberg!

Wir sind eine evangelische Freikirche und gehören der weltweiten Vereinigung Every Nation an. Als Gemeinde leben wir unseren Glauben und unsere Gemeinschaft vielfältig durch Gottesdienste, gemeinsame Treffen und verschiedenste Angebote für jung bis alt aus. Dadurch möchten wir Menschen erreichen, Gemeinschaft leben, Bestimmung freisetzen und unsere Gesellschaft verändern.


Monatslosung Juli 2018

 

„Säet Gerechtigkeit und erntet nach dem Maße der Liebe! Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis er kommt und Gerechtigkeit über euch regnen lässt!“

Hosea 10,12 (L)

 

Aus unserem aktuellen Monatsflyer:

Vorab eine Frage an dich:

Wenn du unterschiedliche Getreidesamen vor dir auf dem Tisch liegen hättest und ich dich bitten würde, Dinkel zu säen, wüsstest du dann, welche Samen gemeint sind?

Das zehnte Kapitel aus Hosea ist an Dramatik und auch Tragik kaum zu überbieten. Der obige zwölfte Vers wirkt da zunächst wie ein hoffnungsvoller Lichtblick. Dieser findet seine Erwähnung in diesem Kapitel aber nur deshalb, weil das Volk Israel genau diesen Auftrag NICHT eingehalten hat: Anstatt Gottes Gerechtigkeit zu säen und den HERRN zu suchen, wurden Bosheit gepflanzt, Lügen genährt und das Vertrauen auf die eigene Kraft gegenüber Gott bevorzugt. (siehe Vers 13)

Ich glaube, dass die Saat einer eigenen Gerechtigkeit, verursacht durch das bevorzugte Vertrauen in die eigene Kraft anstatt auf Gott, Seiner Gerechtigkeit sehr ähnlich sieht. Und doch könnte die Frucht am Ende unterschiedlicher nicht sein!

Und wenn man einen erweiterten Blick ins neue Testament wirft, fällt auch auf, dass die Bibel tatsächlich von zwei Arten der Gerechtigkeit spricht: Eine nach Gottes Maßstäben und eine andere nach menschlichen Maßstäben. (vgl. Mt. 5,20 o. Röm. 3,21-27)Manchmal ist es gar nicht so leicht, beide voneinander zu unterscheiden, denn Gottes Gerechtigkeit könnte auf den ersten Blick, salopp gesagt, doch eher ungerecht wirken. Jesus ist doch zu Unrecht gestorben oder nicht?

Die Frau am Brunnen (Joh. 4) hätte genauso wie viele andere Personen, denen Jesus selbst begegnet ist, sofort „gerechterweise“ verurteilt werden können aufgrund ihrer Fehltritte.

Aber Gott zeigt nicht nur wie wir den Unterschied herausfinden können, sondern auch wie entscheidend und wichtig dieser Unterschied ist!
„Pflüget ein Neues, solange es Zeit ist, den HERRN zu suchen,…“

Es braucht die Erkenntnis, dass es darum geht, Gott zu suchen und zu glauben, dass du nur deshalb gerecht werden kannst, weil Jesus deine Strafe auf sich genommen hat. Ja, Jesus wurde zu Unrecht verurteilt, aber damit du Frieden finden kannst. Es ist das gerechte Urteil für deine und meine Schuld, die unsere Trennung von Gott mit sich brachte.

Deshalb lasst uns nicht den Fehler machen, freiwillig auf Gott zu verzichten, wenn wir Gerechtigkeit säen wollen, sondern uns dabei immer an seine Gnade erinnern, durch die wir gerecht geworden sind. Jetzt ist die entscheidende Zeit, den HERRN zu suchen. Also legen wir los, Zeit mit Ihm im Gebet zu verbringen und in der Bibel zu forschen! Nur dann können wir ein Neues pflügen und Gerechtigkeit säen! Auch wenn sich manche Samen verblüffend ähnlich sehen sollten. Es gibt eine Möglichkeit, sie zu unterscheiden. Man kann probieren, wie sie schmecken.

Gottes gerechte Saat schmeckt nach Seiner Gnade!

Euer Tim